Friedhof erleben
Am 31. Mai luden wir zu einem Rundgang über den Friedhof Schildow ein. Der wird zwar durch die Ortsgemeinde verwaltet, gehört jedoch unserer Kirche. Unter dem Titel „Unvergessen“ führte Pfarrer Hasse über diese Stätte des Friedens und informierte über die evangelische Trauerkultur, Traditionen und Vorsorgemöglichkeiten. Daneben entspannten sich tiefgreifende Gespräche.
„Das Wichtigste ist es, jedem den Raum zu lassen, auf seine Weise zu trauern, und dabei nicht übereinander zu urteilen“, betonte Pfarrer Hasse. Dabei gehe es doch in erster Linie darum, was die Angehörigen brauchen, was ihnen guttue. „Dann finden wir Wege!“ Hier sei es sehr wichtig, rechtzeitig in der Familie oder im Freundeskreis darüber zu sprechen, was wir uns vorstellen und wünschen. Natürlich ist eine Beerdigung ein sehr trauriger Anlass, dennoch sollten auch Schmunzeln oder gar Gelächter erlaubt sein. Wichtig sei dabei, die Trauer nicht zu verdrängen. Von den Gästen kam der Wunsch, die Führung in Zukunft zu wiederholen.
Das ist wichtig: Tritt ein (natürlicher) Tod ein, muss als erstes ein Arzt den Tod offiziell feststellen. Danach können Angehörige sich in Ruhe verabschieden: Erst nach 36 Stunden muss ein Bestatter den Verstorbenen abgeholt haben. Lassen Sie jetzt gern noch einmal einen Pfarrer kommen, um die/den Verstorbene/n auszusegnen und Trost zu spenden. Für das traditionelle Ausläuten am folgenden Tag geben Sie bitte im Pfarrhaus Bescheid – dann werden morgens die Kirchenglocken geläutet. Die Bestattung stimmen Sie mit dem Pfarrer Ihres Vertrauens ab.
Text: Rita Ehrlich