Die Kirche war und ist das unübersehbare Zentrum des Dorfes Schönerlinde. Die Anfänge der Kirche waren Mitte des 13. Jahrhunderts. Die Feldsteinkirche in der heutigen Grundform wurde Anfang des 14. Jahrhunderts errichtet. Sie zählt heute zu den bedeutendsten Zeugnissen mittelalterlicher Baukunst in Brandenburg.
Besonders hervorzuheben ist der Schmuckgiebel an der Sakristei. Die heutigen korbbogigen Fenster stammen aus dem 18. Jahrhundert. In der gleichen Zeit erhielt der Turm eine geschweifte Haube, die Mitte der 1970er Jahre abgerissen wurde.
Die mangelhafte Bauunterhaltung nach 1945 führte zu gravierenden Bauschäden und zum Verlust der Innenausstattung. Seit den siebziger Jahren wurde mit beispielhaftem Einsatz vieler Einwohner und Gemeindeglieder die Kirche instandgesetzt. 1992 konnte die Kirche wieder ihrer Nutzung übergeben werden. Leider ist von der vorherigen Innenausstattung nicht mehr viel geblieben – außer Kruzifix, Altarleuchter, Kronleuchter und den restlichen Putten des barocken Kanzelaltars.

Zwischen 2003 und 2016 wurden in vier Bauabschnitten die Holzkonstruktion des Turmes und die Ostfenster restauriert. Zahlreiche große und kleine Ausbesserungsarbeiten wurden innen und außen durchgeführt. So hoffen wir nun, dass in den nächsten Jahrzehnten keine größeren Arbeiten an der Kirche mehr notwendig sind.
Trotz ihrer jetzigen Schlichtheit strahlt die Kirche eine wunderbare Atmosphäre aus. Auch eine sehr gute Akustik zeichnet die Kirche aus. Daher ist sie besonders für Konzerte geeignet und diese werden auch immer wieder angeboten. Auch für größere überregionale Veranstaltungen – wie an Himmelfahrt, zum Erntedankfest und zum Musikalischen Gottesdienst am zweiten Weihnachtsfeiertag – wird sie gerne genutzt.